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FÜRTH — Wer gern liest, will
irgendwann auch schreiben. Kinderkrimi-Autorin Tanja Henn („Der Schatz in
der Teufelshöhle“, „Erpresser im Schlosshotel“) hat einen Beruf daraus
gemacht und davon im Rahmen der LesArt im Helene-Lange-Gymnasium erzählt.
Unter den Zuhörern waren Kiara Fleischmann und Tobias Schmidt. Die beiden
Zehnjährigen aus der 5e haben selbst schon Geschichten verfasst.
Kiara und Tobias, was habt ihr denn schon geschrieben?
Kiara: Eine Geschichte für meinen kleinen Bruder, so eine Art
Piratengeschichte mit versenkten Schiffen und einem Schatz.
Tobias: Ich habe drei Comics geschrieben, eine Mischung aus den
Roboter-Geschichten von Transformers und Herr der Ringe. Dazu habe ich meine
Comic-Hefte an die Scheibe gelegt, abgemalt und eigene Texte ausgedacht.
Außerdem habe ich Gedichte geschrieben, über zusammengesetzte Tiere. Adler
zum Beispiel und Löwe.
Könnt ihr euch vorstellen, aus dem Schreiben einen Beruf zu machen?
Kiara: Nicht als Beruf, vielleicht eher nebenbei. Frau Henn war
ja früher auch Kindergarten-Erzieherin.
Tobias: Ich weiß noch nicht. Ich mache auch gern Sport und ringe
beim SV Johannis 07, vielleicht werde ich auch Sportlehrer.
Was habt ihr heute Neues erfahren?
Tobias: Wie so ein Buch gemacht wird. Vom Schreiben und dem Drucken
und bis es im Laden liegt.
Kiara: Frau Henn hat erzählt, dass sie einfach so formuliert hat.
Und dass sie die Geschichte dann so liegen gelassen hat und erst ein paar
Wochen später weitergeschrieben hat.
Ihr nehmt in Deutsch gerade Erlebniserzählung durch. Was lernt ihr da?
Kiara: Wie eine Geschichte spannend erzählt wird und wie der
Höhepunkt ausgestaltet sein muss.
Tobias: Und dann schreiben wir eine Schulaufgabe darüber. Das Blöde
ist: Ich kann nicht so lang schreiben, weil ich so ungeduldig bin. Meine
Geschichten sind immer ganz kurz.
Tanja Henn hat mit zwölf Jahren die erste Geschichte angefangen ...
Kiara: Oh, dann haben wir ja noch ein bisschen Zeit.
Jetzt, mit 37 Jahren, hat sie zwei Bücher veröffentlicht — und Ideen für
20 bis 30 neue. Ihr auch?
Kiara: Ich mag Pferde. Geschichten darüber, das wäre witzig.
Wissen denn eure Eltern, dass ihr Geschichten und Gedichte schreibt?
Tobias: Meine nicht. Ich hab’ alle meine Sachen in der Schule
geschrieben, nach der Probe und so.
Kiara: Ich habe meine schon zu Hause vorgelesen. Aber noch nicht
wie Frau Henn damals in ihrer Klasse. Oder wie jetzt, wo sie in
andere Städte fährt und vier Stunden lang vor Schülern liest. Interview: G.
PFEIFFER
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