Geld spenden, damit Mama in die Kur kann
Neue Haus- und Straßensammelaktion für das Müttergenesungswerk startet am 1. Mai


Bald wird wieder gesammelt: Vom 1. bis zum 12. Mai sind in Fürth und vielen anderen Städten Schulkinder unterwegs, um Spenden für das Deutsche Müttergenesungswerk der Elly-Heuss-Knapp-Stiftung zusammen zu bekommen. Der Startschuss fiel dieses Mal im Helene-Lange-Gymnasium
(HLG).


FÜRTH (hvd) — „Die Schülerinnen und Schüler des HLG waren letztes Jahr am fleißigsten“, erklärte Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun bei der Vorstellung der diesjährigen Sammelaktion. Insgesamt kamen laut Braun 2009 in Fürth zwischen 2000 und 3000 Euro für das inzwischen 60 Jahre alte Müttergenesungswerk zusammen. Unterstützt wird die Aktion vom Caritasverband, der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK).
Die Wohlfahrtsverbände wissen sehr gut, dass der Erfolg der jährlichen Sammlung vom ehrenamtlichen Einsatz der Schülerinnen und Schüler abhängt. Die Sechstklässler aus dem HLG „gehen am liebsten mit der Sammelbüchse los“, wie sie sagen.
Dafür gibt es genaue Richtlinien. So dürfen die kleinen Spendensammler nicht jünger sein als zwölf Jahre. Auch müssen sie stets einen auf ihren Namen ausgestellten Sammlungsausweis oder eine entsprechende Hausliste bei sich haben. Ausweise und Listen bekommen Stempel von den Landratsämtern oder den Wohlfahrtsverbänden, um die Echtheit zu belegen.
Für die Spenden gibt es bei Bedarf auch eine Spendenquittung. Für Spenden bis zu 200 Euro dürfen die Sammlerinnen und Sammler eine so genannte Zuwendungsbescheinigung ausstellen, was darüber hinaus geht, wird von ihnen per „Zwischenbestätigung“ quittiert. Der offizielle Beleg für das Finanzamt wird den Spendern dann direkt vom Müttergenesungswerk ausgestellt.
Das gespendete Geld wird in konkrete Hilfen investiert, beispielsweise in Mütter- oder Mutter-Kind-Kuren, auf die im Rahmen der Gesundheitsreform alle Frauen in Familienverantwortung Anspruch haben. Hans Klinner, stellvertretender Geschäftsführer der Fürther Awo, erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Arbeiterwohlfahrt Müttergenesungswerks-Häuser unter anderem in Gunzenhausen und Bad Windsheim betreibt.
Klinner fügte hinzu, dass die Sammlung heute wichtiger denn je sei, nachdem die Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kuraufenthalte in den letzten Jahren stark gekürzt wurden: „Die Mütter sind auf das Engagement und den Einsatz der Kinder angewiesen“, betonte Klinner.
Klinners Kolleginnen Hildegard Werling (BRK) und Cäcilia Olszynski (Caritas) bestätigten den hohen Stellenwert der Sammelaktion, ohne die es schnell zu Engpässen im Kurangebot für Mütter käme. Und die Lehrerin Christine Reuter, die am HLG das etwa 60-köpfige Sammlerteam betreut, ist „jedes Jahr wieder erstaunt, wie viele Schülerinnen und Schüler bereitwillig ihre Freizeit opfern“, um für das Müttergenesungswerk Geld heranzuschaffen.
 


Das Sammelteam des Helene-Lange-Gymnasiums war letztes Jahr bei der Spendenaktion für das Müttergenesungswerk besonders aktiv. Auch 2010 sind die motivierten Sechstklässler wieder dabei. Foto: Hans von Draminski


Fleißige Sammler glänzten mit guten Ergebnissen
Schüler des HLG und der HBS kümmerten sich eine Woche lang um Spenden für das Müttergenesungswerk


FÜRTH — Mit prall gefüllten Sammelbüchsen kehrten in diesem Jahr die fleißigen Helfer des Helene-Lange-Gymnasiums (HLG) und der Hans-Böckler-Realschule (HBS) von ihrer ehrenamtlichen Arbeit zurück.

Eine Woche lang waren die 19 Helfer der sechsten und siebten Jahrgangsstufe im Stadtgebiet zugange und baten um Spenden für das Müttergenesungswerk. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Exakt 2345,10 Euro landeten in den verplombten Behältern. Mit diesem erstaunlichen Ergebnis haben weder Organisatorin Michaela Teschauer von der Stadt Fürth noch Cäcilia Olszynski von der Caritas gerechnet, zumal unter allen angeschriebenen Schulen lediglich HLG und HBS Sammler gewinnen konnten.
Abermals bewiesen Barbara und Andreas Wuttke von der HBS ihr überragendes Sammeltalent, denn allein ihnen verdankt das bei der Caritas angesiedelte Müttergenesungswerk die stolze Summe von 452,80 Euro. „Man muss ein Gespür für die richtigen Plätze haben und immer freundlich sein“, lautet das Erfolgsrezept der beiden. Auch in diesem Jahr bedankte sich die Stadt Fürth, vertreten durch Bürgermeister Markus Braun und Sozialreferent Karl Scharringer, mit Sachgeschenken bei den rührigen Sammlern. ts




 Gruppenbild auf der Rathaustreppe: die Sammler aus den beiden Schulen. Foto: Scherer