Auftritt der schnurrenden Staatsanwältin
Literaturfest „Spectaculum“ im Helene-Lange-Gymnasium: Märchen, Fabeln, Gedichte

 

Lesen macht Spaß, Schauspiel noch mehr: Beim Literaturfest „Spectaculum“ in der Altbau-Turnhalle des Helene-Lange-Gymnasiums brachten Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse bis zur Kollegstufe ansprechende Mini-Stücke auf die Bühne.


Zum Beispiel die nach­denklich stimmende Parabel „Ein Mensch vor dem Gericht der Tiere“. Dafür hatte die 5 a allerlei witzige Verkleidungen gebastelt: Der Richter ein Löwe, die Staatsanwältin eine Katze. Frosch und Schlange, Hase und Huhn beklagen sich, vom Menschen bei Versuchen gequält und als Nahrungsmittel geschlachtet zu werden. Am Ende gibt es eine relativ milde Strafe, weil der Mensch dem Tier nicht nur Böses tut.


Deutlich düsterer gerät das „Fabulöse und Sagenhafte“, das die 6f zeigt: Miniaturen aus dem Fürther Historien- und Histörchen- Fundus, bei denen es etwa um hinterhältig denunzierte jüdische Kaufleute oder Entführungsopfer in den Katakomben unter dem Krankenhaus geht. Besonders reizvoll erscheint dabei die Umsetzung als Schattenspiel, die ein großes Theater auch nicht besser kann. HvD



„Fabulöses und Sagenhaftes“ zeigte die 6 f des Helene-Lange-Gymnasiums beim „Spectaculum“. Foto: Draminski